Betreuungskonzept der „Villa Carolath GmbH“

Auszüge aus dem Betreuungskonzept

Mit diesem Betreuungskonzept will sich der Seniorenwohnpark „Villa Carolath GmbH“ der Herausforderung der Zunahme hochaltriger und dementer Menschen und den damit verbundenen herausfordernden Verhaltensweisen stellen und den Bewohnern einen Ort bieten, an dem sie Geborgenheit, Aktivität und Struktur erfahren, sodass ihre verfügbaren Fähig- und Fertigkeiten belebt werden, so lange wie möglich erhalten bleiben und sie sich in ihrem „Sein“, ihrer eigenen Persönlichkeit ganz angenommen fühlen.
Die Bewohner unseres Hauses leben in sechs übersichtlichen, gemütlich eingerichteten Wohngemeinschaften und werden dort ganzheitlich durch qualifiziertes Pflegepersonal, Ergotherapeuten und Betreuungsassistenten versorgt und begleitet.
Die Wohngemeinschaften unterteilen sich zum einen in eine offene Dementenwohngruppe, eine beschützte gerontopsychiatrische Wohngruppe mit einliegendem, großzügig gestaltetem Außenbereich und in weitere offene Wohngemeinschaften.
Die Dementenwohngruppe eignet sich für leicht bis schwer betroffene Personen mit geringer Weglauftendenz. In der beschützten gerontopsychiatrischen Wohngemeinschaft finden vor allem mobile Demente mit Weglauftendenz und psychischen Auffälligkeiten ein Zuhause. Die weiteren Wohngemeinschaften bieten Platz für nichtdemente und leichtgradig oder schwer betroffene, immobile demente Menschen.

Wir beschäftigen in unserem Hause Ergotherapeuten und Betreuungsassistentinnen, die an sieben Tagen der Woche die Therapie und Betreuung unserer Bewohner gewährleisten.
Ergotherapie und Beschäftigungsmöglichkeiten werden täglich in der Zeitspanne von 9.00 Uhr bis 17.30 Uhr angeboten, zum einen in der Gruppe, zum anderen in Form von Einzeltherapien. Dabei hat jeder Bewohner stets die Möglichkeit, sich zu entfernen, um Rückzugsmöglichkeiten in Anspruch zu nehmen.
Zudem kooperieren wir mit dem Musikus Clown Hannes, der unsere Einrichtung regelmäßig besucht, mit einer Bewegungstherapeutin, Pastoren, mit Logopäden, Krankengymnasten, Ergo- und Physiotherapeuten. Auf Wunsch vermitteln wir auch gern eine Hundetherapeutin. Wichtig ist uns auch der Kontakt nach außen. So besuchen uns z.B. Vereine und Kindergärten regelmäßig und bereichern unsere Feste mit ihren Auftritten.

Wir ermöglichen unseren Bewohnern jedoch auch am gesellschaftlichen Leben außerhalb des Hauses teilzunehmen, beispielsweise durch Gemeindefeiern, Theater- und Marktbesuche, Kegelnachmittage, Musikveranstaltungen, Einkäufe und Ausflüge jeglicher Art.
Durch die Organisation von Veranstaltungen im Hause, z.B. das Sommerfest, Seniorenmodenschau, Theateraufführungen, Gottesdienste und Konzerte, zu denen immer Angehörige, Freunde und die Öffentlichkeit eingeladen werden, soll die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben außerhalb der Einrichtung für unsere Bewohner gefördert werden.
Um diesem Ziel Nachdruck zu verleihen, bieten wir Senioren unserer Gemeinde auf Wunsch einen Abholservice an.
Die angemessene Qualifizierung des Pflege- und Betreuungspersonals wird überwiegend durch interne Schulungs- und Fortbildungsmöglichkeiten sichergestellt. Schwerpunktmäßig werden die Mitarbeiter gerontopsychiatrisch fortgebildet, um einen fachgerechten Umgang mit einem dementen Personenkreis sicher zu stellen. Den Pflege- und Betreuungskräften wird ein umfassendes Wissen über diese Erkrankung vermittelt werden, um die dementen Menschen besser verstehen, sich besser in ihre „eigene Welt“ einfühlen zu können, um den Umgang mit ihnen zu erleichtern, verschiedenen psychosoziale Behandlungsmaßnahmen kennen zu lernen und um Handlungsalternativen zu entwickeln.
In der Betreuung unserer Bewohner arbeiten wir unter anderem mit Integrativer Validation, Basaler Stimulation, Snoezelen-Therapie, Biographiearbeit und mit milieutherapeutischen Ansätzen. Lebensgeschichte und –alltag sowie die individuellen Bedürfnisse unserer Heimbewohner stehen im Mittelpunkt. Wir wollen ihnen dadurch ermöglichen, an einer lebendigen Hausgemeinschaft teilzunehmen.

Die Konzeption unseres Seniorenwohnparks hat folglich zum Ziel, die Realität der Menschen mit Demenz ernst zu nehmen, zu akzeptieren und damit adäquat auf ihre Gefühle, Wünsche und Bedürfnisse einzugehen. Dabei gilt, dass die Würde des Menschen unantastbar ist. Therapie basiert auf Freiwilligkeit. Es ist auch zu beachten, dass jeder Bewohner seinen eigenen Tagesrhythmus besitzt. So werden beispielsweise Therapie-, Essenszeiten etc. flexibel gehandhabt. Es gibt zwar feste Zeiten für Therapie, und Mahlzeiten, die vielen Bewohner auch die Tagesstruktur bietet, die sie benötigen, aber es wird auch die Möglichkeit gegeben, diese Struktur zu durchbrechen



Seite drucken
(Adobe Acrobat© Reader zum Download)